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Otozoum
Dies sind die Spuren von größeren Prosauropoden. Die Prosauropoden sind ein Seitenzweig der Sauropodomorpha, der im Frühen Jura ausstarb. Von nun an war der andere Zweig der Sauropodomorpha, die Sauropoda, die dominierende Gruppe.
Otozoum wurde erstmals von Hitchcock (1847) im Connecticut Valley gefunden und beschrieben.
Zu dieser Zeit kannte man jedoch noch keine Dinosaurier. Hitchcock hatte bisher viele vogelähnliche Spuren gefunden, die er frühen Vögeln zuschrieb. Heute wissen wir, dass es sich um die Spuren früher Theropoden handelt. Als er dann die Spuren des Otozoum fand, stutzte er. Das konnten nicht die Spuren von Vögeln sein, und sie passten zu keiner heute bekannten Art. Ihm blieb also nichts anderes übrig als die Spuren einen "gigantischen Tier" zuzuschreiben, vielleicht einem Reptil.
Spuren von Otozoum stammen hauptsächlich aus dem Hettangian (Früher Jura). Funde aus der Trias wurden zum größten Teil anderen Ichnogenera (wie Pseudotetrasauropus) zugeschrieben (Rainforth 2003). Der Großteil der Otozoum-Funde stammt aus Nordamerika, aber auch Funde aus Lesotho und Europa sind bekannt.
Otozoum benannt durch Hitchcock, 1847
Diese Art wurde im Jahr 2003 umbeschrieben (Rainforth), das Holotype Material stellt jetzt der Fund (AC 4/1a) da. Die früheren Arten Otozoum minus und Otozoum caudatum wurden als identisch mit der Typspezies Otozoum moodii erklärt.
Weiter wurden einige Funde von der Ichnospezies Kalosauropus pollex (nomen nudum) jetzt als Otozoum pollex sp. neubeschrieben.
Material aus der Trias, das bisher unter Otozoum grandcombensis bekannt war, wurde nun dem Ichnogenus Pseudotetrasauropus zugeschrieben.
Das später als "Otozoum swinnertoni" ("Swinnertons Otozoum") beschriebene Fundstück wurde, zusammen mit anderen Tetrapodenspuren, in mitteltriassischen Gesteinen (Woodthorpe Formation) in Mapperley Park in Nottinghamshire entdeckt. Swinnerton (1912 und 1960) beschrieb die Fundstücke ursprünglich als Chirotheriden-Spuren. Sarjeant (1970) beschrieb die Spuren um, ein Fund (NOTNH PC4238) ordnete er einem eventuellen Prosauropoden zu und nannte ihn O. swinnertoni. Demnach wäre es der bislang älteste Otozoum-Fund überhaubt. Eine neuere Studie (King, Benton, 1996) zeigte jedoch, dass es sich bei keinem der Mapperley Park Funde um Dinosaurierspuren handelt. "O. swinnertoni" wurde als unvollständige Chirotheriden-Spur erkannt. Im selben Jahr konterte Sarjeant jedoch mit einer anderen Interpretation der Fossilien, den Otozoum-Fund schrieb er Paratetrasauropus zu. Allerdings gilt die Theorie von King und Benton als die Wahrscheinlichste. (siehe auch: "Dinosaurierspuren aus Mapperley Park").
Klassifikation: Reptilien > Dinosauria > Saurischia > Sauropodamorpha > Prosauropoda Tier: schwerer, meist vierbeiniger ProsauropodeZeitalter: Späte Trias - Früher Jura
Fußspurenfunde
Afrika:Fundort: Lesotho, Clarens Formation
Zeitalter: Früher Jura
Beschreibung: Hier wurden Otozoum-Spuren gefunden.
Fundort: (USA) USA, Colorado, Navajo Sandstone Formation
Zeitalter: Früher Jura
Fundort: (USA) Dinosaur State Park, Rocky Hill, Connecticut
Zeitalter: Früher Jura (?)
Beschreibung: Hier wurde (mindestens) eine einzelne Spur von Otozoum gefunden, die allerdings auch von einem Krokodil-ähnlichen Tier stammen könnte.
Fundort: (USA) Connecticut, Portland Formation, Dinosaur State Park
Zeitalter: Früher Jura
Beschreibung: Hier ist (mindestens) eine Fährte von Otozoum bekannt. Sie wurde 1896 in der Portland Formation beborgen und ist heute im Museum zu besichtigen. Es wurden sogar einige Hautabdrücke der Fußhaut gefunden. Vielleicht handelte es sich um einen Prosauropoden - wahrscheinlicher ist es jedoch ein Krokodil.
Fundort: Süd-Whales, Großbrittanien
Zeitalter: späte Trias
Beschreibung: Eine vierzehige Spur.
Fundort:
Frankreich, Ardèche, Zentralmassiv
Zeitalter: Norian (Späte Trias)
Beschreibung: Keine weiteren Informationen vorhanden
Fundort:
Polen, Gromadzice, Skloby Formation
Zeitalter: Hettangian (Früher Jura, Lias)
Quellen - Literatur
Lockley, M. G. and Meyer, C. A. (1999):
Dinosaur Tracks and other fossil footprints of Europe. - Columbia University Press. 330p
Michael J. King , Michael J. Benton (1996):
Dinosaurs in the Early and Mid Triassic? The footprint evidence from Britain
- Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 122, 213-225
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