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Grallator
Grallator sind Spuren von kleinen theropoden Dinosauriern aus der späten Trias und dem frühen Jura. Meist stellt Grallator die Spuren von Coelophysis da. Grallator ist eine weit verbreitete Ichnogenus - sie ist aus etlichen Gebieten bekannt.
Grallator-Spuren sind klein und sehr schmal. Meistens erreichen sie nur einen Durchmesser von 5 cm. Eine Grallator-Fährte ist ebenfalls sehr schmal. Der Schritt eines Grallator ist jedoch sehr weit, was darauf schließen lässt, dass diese Tiere ständig sehr schnell unterwegs waren.
Grallator-Spuren wurden bereits entdeckt und beschrieben, als sonst noch keine anderen Dinosaurier bekannt waren. Der Spurenforscher Hitckcock gab den Spuren den Namen Grallator, was soviel heißt wie "Stelzenläufer". Er dachte es währen Vogelspuren, und wegen den langen Schritt der Fährten beschrieb er sogar eine Verwandschaft zur heutigen Vogelfamilie Grallidae. Zu dieser Zeit wurden gerade erst die kürzlich ausgestorbenen Moas aus Neuseeland bekannt, Riesenvögel, die von den Ureinwohnern ausgerottet wurden. Kein Wunder also, dass jeder die Grallator-Spuren für Vogelspuren hielt.
Grallator (lat. Übersetzung: "Stelzenläufer") (benannt durch E. Hitchcock, 1858)
Zeitalter: späte Trias - früher Jura
Fußspurenfunde
Europa:Fundort: Deutschland, Franken (Nordbayern), Coburger Sandstein (Hasseberge Formation)
Ichnospezies: Grallator sp.
Zeitalter: spätes Karn; ?Adamanian (späte Trias)
Beschreibung: Aus dem Corburger Sandstein sind einige Ichnogenera aus dem Karn bekannt, jedoch wurde nur ein Einzelfund von Grallator beschrieben (Werneburg, 1998).
Der Corburger Sandstein ist eine Schicht der Hassberge Formation, die wiederum zur Weser Formation gehört. Der Corburger Sandstein gehört zum Sandstein Keuper.
Fundort: Frankreich, Le Veillon (ca. 40 km nordwestlich von La Rochelle)
Ichnospezies: Grallator maximus, Grallator variabilis, Grallator oloneusis
Zeitalter: Rhaetian - früher Jura (überwiegend früher Jura)
Beschreibung: Neben unzähligen Spuren von anderen Ichnogenera wurden hier um die 160 Spuren von Grallator oloneusis, 60 Spuren von Grallator variabilis sowie mehrere Fährten von Grallator maximus gefunden. Mehr Infos über Le Veillon siehe hier.
Fundort: Frankreich, Causses Region (Südliches Zentralmassiv)
Ichnospezies: Grallator sauclierensis, Grallator minisculus, Grallator variabilis
Zeitalter: Früher Jura
Beschreibung: In dieser Region wurden viele Fußspuren gefunden, neben Grallator sind Dilophosauripus und Batrachopus bekannt. Der Grallator sauclierensis basiert nur auf Spuren, die bei Sauclieres in der Causses Region gefunden wurden. (mehr Infos siehe oben oder unter Causses Region).
Fundort: Polen, Holy Cross Mountains (Zentralpolen)
Ichnogenus: Grallator soltykovensis, Grallator zvierzi
Zeitalter: Hettangian, Früher Jura (Lias)
Beschreibung: Diese Region bietet eine vielfältige Ichnofauna, besonders aus dem frühen Jura. Zwei neue Grallator-Arten wurden nach diesen Spuren benannt: Grallator zvierzi (benannt nach Jadwiga Zwierz) aus dem späten Hettangian und Grallator soltykovensis aus dem frühen Hettangian. Beide sind jedoch vielen Grallator-Arten aus der ganzen Welt sehr ähnlich.
Fundort:
Pennsylvania, Newark-Supergroup
Zeitalter: späte Trias
Beschreibung:
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