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Umgebung einer Fußspur
Die Umgebung der Fußspuren - also alles, was sich neben den Fußspuren auf der Gesteins-Fläche befindet - ist für die Wissenschaft wichtiger, als man vieleicht vermutet. Hier haben wir einen gewichtigen Unterschied zwischen fossilen Knochen und fossilen Fußspuren: Tote Tiere und deren Knochen werden, bevor sie sich entgültig ablagern, oft durch Wasser weit weg geschwemmt und landen dabei in einer ganz anderen Umgebung. Man hat also keine Anhaltspunkte über den tatsächlichen Lebensraum des Tieres. Anders ist es mit den Fußspuren: Fossile Fußspuren bleiben immer in exact derselben Umgebung erhalten, wo sie auch hinterlassen wurden. Sie sind also ein fester Bestandteil der Umgebung. Daher kann man anhand von Fußspuren auch sehr gut über den Lebensraum des Tieres schließen, sowie versuchen, die Ökologie dieses Lebensraumes zu verstehen. Besonders bezeichnend ist dies für die Wirbellosen Spuren:
Das Ichnofazies Konzept
Man nennt Ansammelungen von Spuren aus dem gleichen Sedimenttyp (Biotop) Ichnocoenoses. Viele Ichnocoenoses auf der ganzen Welt weisen jedoch immer die selben Spurenfossilien auf, die in einer Lebensgemeinschaft mit den selben Umweltbedingungen zusammenlebten. Diese immer wiederkehrenden Ichnocoenoses nennt man Ichnofazies. Bisher sind neun Ichnofazies Typen bekannt, die mit einer Ausnahme allesamt Lebensgemeinschaften im Meer darstellen. Die Spurenfossilien, die diese Ichnofazies bilden, wurden von Wirbellosen Tieren hinterlassen. Es ist jedoch klar, dass es auch Ichnofazies von Wirbeltieren geben muss, auch wenn diese nur schwer zu erkennen sind. Wirbeltiere bleiben nämlich nicht an einer Stelle. Sie sind zwar oft an ein Biotop gebunden, wandern aber weite Strecken und hinterlassen dabei ihre Spuren in einer Vielzahl verschiedener Ökosysteme.
Lesen sie weiter: Spuren benennen
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