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Spuren benennen
Das binominale System zur Klassifizierung der Arten
In der Wissenschaft wird jede bekannte Tierart mit einem wissenschaftlichen Namen versehen. Zwar gibt es für diese Namen oft auch Volksbezeichnungen, nur sind diese in jeden Land verschieden. Und für den Großteil der bekannten Arten gibt es eine solche Bezeichnung nicht. Dieses Zweinamensystem nennt man binominal. Zwischen den verschiedenen Arten versucht man Verwandschaften herauszufinden. Bei fossilen Tieren, die durch Knochen bekannt sind, macht man das Gleiche. Nur kennen wir z.B. für Dinosaurier nur die wissenschaftlichen Namen. Das wissenschaftliche Gebiet zur Benennung und Klassifizierung verschiedener Arten (ob fossil oder nicht) nennt man Taxonomie (oder Klassifikation). Eine Gruppe, Gattung oder Art nennt man Taxon.
Das Klassifizierungssystem der Ichnologie
Kommen wir zur Ichnologie: Nur in wenigen Fällen können wir fossile Spuren einer bestimmten Art zuordnen. Um aber unter den vielen Fußspuren nicht die Übersicht zu verlieren und um trotzdem eine Systematik zu erreichen, hat man sich auf eine parallele Taxonomie geeinigt. Das heißt, das Fußspuren, die man in bestimmten Merkmalen voneinander unterscheiden kann, Arten und Gattungen zugeordnet werden.
Dies sind aber keine Arten der normalen Taxonomie, sonden Namen, die nur für die Fußspuren gelten. Man nennt sie Ichnotaxa.
Diese Klassifikation von Spurenfossilien ist jedoch komplett von den normalen biologischen System abgekoppelt. Eine Klassifikation mit Familien gibt es hier nicht.
Aber woher weiß man, ob es sich bei einen Taxon Namen um einen Ichnotaxon handelt oder nicht?
Oft kann man Ichnogattungen keiner (durch Knochen beknannten) Gattung zuschreiben. In einigen Fällen ist dies jedoch möglich. Man hat z.B. die Spur eines Tyrannosaurus gefunden, die man den Tyrannosaurus zuordnen kann. Die Spur bekam den Namen Tyrannosauripus. Es wird in diesem Fall also meistens der Name der Gattung, Art oder Familie genommen, zu denen die Spur passt. Die Namen bekommen dann Endungen wie "ichnus", "podus" oder "pus". An diesen Endungen kann man die Arten meist als Ichnoarten identifizieren. Arten, die keiner Tierart oder Familie zugeordnet werden können, tragen meistens ebenfalls entsprechende Endungen.
Lesen sie weiter: Individuelles und soziales Verhalten
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